Die ersten Tage mit dem neuen Familienmitglied

                                                       Tipps für frisch gebackene "Hundeeltern"

 

Vorbereitung für die Ankunft

Bis Ihr neues Familienmitglied bei Ihnen ist, vergeht einige Zeit, die Sie nutzen sollten, um sich auf die Ankunft vorzubereiten. Sobald Sie sich für einen Hund entschieden haben, sollten Sie, wenn Sie dies noch nicht vorher getan haben:

 • - sich ein gutes Hundebuch anschaffen (wir empfehlen hierfür das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde
 • - sich schon mal in Ihrer Umgebung nach einem guten Tierarzt umsehen (fragen Sie ruhig andere Hundebesitzer nach Ihren Erfahrungen)
 • - sich schon mal nach einer guten Hundeschule umsehen (achten Sie hierbei darauf, dass die Hundeschule mit positiver Motivation arbeitet. Nehmen Sie Abstand von Hundeschulen, die mit Stachelhalsbändern, Zwang oder Kasernenton arbeiten.)
• - sich um eine gute Hundehaftpflichtversicherung kümmern


Einkaufsliste:

    * Bereiten Sie den Schlafplatz, dafür eignet sich ein Hundekörbchen, ein Hundekissen oder auch eine Decke.
    * Besorgen Sie einen Futter-und Wassernapf
    * Besorgen Sie schon einen Sack Trockenfutter.
      Abstand nehmen sollten Sie von Frolic, Schappi, Caesar oder ähnlichen "Supermarktprodukten". Sie enthalten viele Geschmacks- und Farbstoffe, auf die der Hund zwar "fliegt", die aber nicht unbedingt sehr gesund sind.

Sie können das Zubehör beim Fachhändler kaufen oder über den Versand Zooplus bestellen und bekommen es ins Haus geliefert. Sollten Sie letzteren Weg wählen, würden wir uns freuen, Sie gehen über diesen ---Link---, denn für alle Produkte, die Sie über unsere HP bei zooplus kaufen, bekommen wir eine kleine Provision, die wir dann an die Tiere in Spanien, die nicht so viel Glück hatten, vermittelt zu werden, weitergeben.

    * Vergessen Sie auch ein Halsband und Leine (Bitte keine Flexileinen!) nicht.
    * ein Hundeschampoo
    * bei mittellang-langhaarigen Hunden eine Hundebürste, einen Hundekamm
    * ein paar Hundespielzeuge (Hundeknoten, Spielball, Spiel-und Kuscheltier) (Bitte in eine Kiste packen und nur nach Bedarf rausholen!)
    * ein paar Kauknochen in verschiedenen Ausführungen und Größen (damit der Hund nicht unbedingt Ihre guten Schuhe nimmt.) (Auch nur nach Bedarf!

Arzneimittel:
ein Hund (auch in Deutschland) bekommt leichter Parasiten (z.B. durch das Schnüffeln auf der Strasse) als ein Mensch, daher sollten Sie immer etwas im Haus haben z.B. Stronghold. (Bitte nur bei Parasitenbefall anwenden!)

    * Neben dem Stronghold sollten Sie auch schon ein Wurmmittel Zuhause haben, dafür eignet sich das Drontal plus sehr gut, weil es auf alle Wurmarten einwirkt. Während einer Stronghold-Behandlung ist aber keine weitere Entwurmung notwendig.

Vorbereitung zur Abholung:
Wenn Sie Ihren Hund direkt vom Flughafen abholen, sollten Sie ein paar Sachen dort mit hinnehmen:

    * Leine und Halsband (bei ängstlichen Hunden zum Anfang evt. Geschirr)
    * ein-zwei alte Handtücher und/oder Decken
    * eine Flasche mit Leitungswasser, das sie dem Hund gleich anbieten können
    * einen kleinen Napf für das Wasser
    * ein paar Feuchttücher, denn manchmal kommt es vor, dass die Hunde (besonders Welpen) auf dem Flug "gemacht" haben und Sie mit den Tüchern die Möglichkeit einer ersten Reinigung haben.
    * fahren Sie, wenn möglich, mit zwei Personen, damit sich einer während der Fahrt um den Hund kümmern kann (für die Fahrt eine Transportbox)
    * Ihren Personalausweis, damit wir dem Hund auch wirklich dem neuen Besitzer übergeben

 

Zuhause angekommen:

    * Haben Sie schon einen Hund, so lassen Sie die Tiere sich außerhalb der Wohnung begrüßen. Am besten in einem eingezäunten Garten wenn vorhanden. (ansonsten in der Wohnung ohne viel Wind)
    * Je nach dem, wie aktiv oder noch müde der Hund ist, lassen Sie ihn ein wenig die neue Umgebung (das Haus) erkunden.
    * Bieten Sie ihm in der Küche Wasser und Futter an
    * Führen Sie den Hund kurz nach draußen in den gesicherten Garten oder AN DER LEINE auf die Strasse, um ihm Gelegenheit zu geben, sein Geschäft zu machen (ob das klappt ist noch mehr Zufall zu diesem Zeitpunkt)

Die ersten Tage
Die ersten Tage werden nun etwas anstrengend werden. Eventuell ist der Hund sehr aufgedreht oder aufgekratzt, läuft etwas hektisch hin und her und will alles beschnüffeln. Er macht dabei auch nicht halt vor Stuhl, Tisch, Sofa, Bett, Mülleimer, Arbeitsplatten etc. Es ist nun an Ihnen, die "Regeln" festzulegen, was der Hund mal darf und was nicht. Soll er später nicht auf das Sofa untersagen Sie ihm das auch jetzt schon (konsequent aber liebevoll). Denn ein einmal errungenes Privileg gibt der Hund ungern wieder her.

Es kann aber auch sein, dass er unsicher ist und sich kaum bewegt. Lassen Sie ihm Zeit und bedrängen Sie ihn nicht. Die Hunde kommen von selber, wenn sie sich sicherer fühlen.

Vermutlich werden Sie erstmal vollauf damit beschäftigt sein, dem Hund die Stubenreinheit beizubringen. Führen Sie ihn dafür möglichst häufig (Welpen alle ½-1 Std. Erwachsene Hunde alle 1-2 Std.) nach draußen um sein Geschäftchen zu erledigen. Macht er dies, loben Sie ihn ruhig. Macht er es noch in die Wohnung, schimpfen Sie nicht, sondern ignorieren es einfach und machen es sauber (hinterher mit Essigwasser einsprühen)
Bei Welpen wird es mind. einige Wochen dauern, bis sie begreifen, wo sie hinmachen sollen. Bei erwachsenen Hunden geht es meist schneller, aber auch ein paar Wochen sind noch völlig normal.
Das kann von 2 Wochen bis aber auch ein paar Monaten gehen. Es hängt ein bisschen vom Hund ab. Aber auch ein paar Monate sind immer noch normal und kein Grund daran zu zweifeln, ob mit dem Hund etwas "nicht stimme".

Verzweifeln Sie bitte in den ersten Tagen nicht. Nach wenigen Tagen stellt sich eine Art Routine ein, der Hund macht nicht mehr so häufig und ist nicht mehr so aufgedreht. Es stellt sich ein normaler Schlaf-Wachrhythmus ein.

Am Anfang kann es vorkommen, dass das Tier durch die Umstellung und die Anstrengung der Reise Durchfall bekommt. Das ist normal und sollte Sie nicht beunruhigen. In der Regel legt sich das nach ein paar Tagen. Erst wenn der Durchfall länger anhält, Erbrechen, Fieber, Appetitlosigkeit oder Apathie hinzu kommt, gibt es Grund zur Sorge und Sie sollten dann unbedingt einen Tierarzt konsultieren.

Auch wenn der Hund Ihnen ansonsten krank erscheint, suchen Sie bitte sofort einen Tierarzt auf.

In den meisten Fällen macht die Temperaturumstellung den Hunden nichts, seien Sie aber am Anfang noch etwas vorsichtig und gehen Sie immer nur kurz nach draußen um eine Erkältung zu vermeiden.

Bitte halten Sie uns, am besten per Mail, auch auf dem Laufenden, was mit dem Hund ist. Wir sind keine "Verkäufer", die es nicht mehr interessiert, was mit ihren Tieren passiert. Wir sind Tierschützer, die alle Arbeit ehrenamtlich leisten und denen die Tiere am Herzen liegen. Über ein paar Fotos, einen kleinen Bericht für unsere HP und regelmäßige Berichte, würden wir uns sehr freuen.

Wir hoffen, dass Sie eine Freundschaft aufs Leben mit Ihrem neuen Familienmitglied haben und wünschen uns für Sie und vor allem für das Tier nur das aller Beste. Wir danken Ihnen, dass Sie ein Tier gerettet haben. Denn ohne Sie hätte es kaum eine Überlebenschance gehabt.