Fragen und Antworten

Es gibt viele Fragen die uns im Laufe unserer Tierschutzarbeit immer wieder gestellt werden. Wir wollen hier versuchen Sie so gut wie möglich zu beantworten.

Gibt es nicht schon genug Tiere in den deutschen Tierheimen, die ein Zuhause brauchen?

Wieso geht es den Tieren in Spanien so schlecht? In der südspanischen Gesetzgebung gibt es kein Tierschutzgesetz, daher ist es legal Hunde zu quälen oder auch zu töten. Spanier schmücken sich gerne mit süßen, niedlichen Welpen (die man sogar in winzigen Glaskäfigen in Einkaufszentren kaufen kann). Werden diese aber älter, größer und machen Arbeit, werden sie einfach weggeworfen, ausgesetzt, ertränkt, vergiftet oder erschlagen. Einige werden (meist von Touristen) aufgegriffen und in sog. Auffanglager gebracht, den Perreras. Dort sind sie aber auch nicht immer sicher denn die Gesetzgebung erlaubt es die Tiere zu töten wenn das Tier nicht in weniger als einem Monat abgeholt wird. Aber selbst die Tötung erfolgt meist nicht so wie wir das hierzulande kennen. Die Hunde werden oftmals nicht mit einer Spritze sanft eingeschläfert, sondern sie werden vergast, vergiftet oder erschlagen. Wir wollen an dieser Stelle gar nicht weiter auf die grausamen Praktiken eingehen.

Bitte beachten Sie, daß das folgende Video nichts für zarte Gemüter sind und besonders Kinder es nicht ohne Aufsicht - wenn überhaupt! -  betrachten sollten!

 

 

Schleppt man nicht Krankheiten mit ein? Alle unsere Hunde werden vor der Ausreise tierärztlich untersucht, geimpft, entwurmt, mit einem Microchip versehen und auf Leishmaniose getestet. So können Sie sicher sein dass sie von uns nur ein gesundes Tier bekommen oder aber 100% über evtl. Krankheiten informiert werden.

Was sind die sogenannten Mittelmeerkrankheiten? Viele Menschen im nördlicheren Europa sind immer wieder verunsichert, einem Hund aus Spanien, Italien, der Türkei etc. ein neues Zuhause zu geben, weil das Schreckgespenst „Mittelmeerkrankheiten" den Menschen Angst macht. Die bekannteste hierbei ist sicherlich die Leishmaniose, die oft ein ganzes Leben (ähnlich wie Malaria beim Menschen) behandelt werden muss, da sie bei einer Nicht-Behandlung zu schweren Organschädigungen führen kann. Die Inkubationszeit bei der Leishmaniose beträgt fünf Wochen bis sieben Jahre. Mit dem richtigen Medikament kann der Hund aber ein normales unbeschwertes Leben führen. Die Kosten für die Medikamente belaufen sich auf nur ein paar Euro im Monat. Andere Krankheiten wie z.B. Ehrlichiose und Babesiose können in den meisten Fällen komplett geheilt werden. Ausführlichere Infos zu den sog. Mittelmeerkrankheiten finden Sie hier: http://www.tierschutzvereineuropa.org/mittelmeerkrankheiten.php?lang=

Macht man mit der Vermittung Gewinn?

Nein. Tierarztkosten, Transportkosten, Futterkoste das sind die Kosten im groben die vor der Vermittlun entstehen. Alles Kosten die vorher bezahlt werden müssen. Die eingenommen Schutzgebühren gehen zum größten Teil wieder zurück nach Mallorca. Nur so können die Tierschützer vor Ort weiter machen.Oft deckt die Schutzgebühr nicht einmal die Kosten. Die schnell vermittelten Tiere decken dann unter Umständen etwas der Koste von Langzeitinsassen ab.

Warum eine Schutzgebühr bezahlen?